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Karma und Heilung

von Martin Brofman.

Da wir alle Schöpfer sind, die sich einverstanden erklärt haben, eine physische Ebene gemeinsam zu erschaffen, müssen wir uns auf ein System geeinigt haben, das alles zusammenhält. Ein Zusammenspiel bestimmter Mechanismen, die die unbegrenzte und freie Natur unseres Seins sowie das Wesen von Bewusstsein an sich widerspiegeln.

Diesen Mechanismen haben wir den Namen Karma gegeben. Dabei handelt es sich nicht um Regeln, die uns von außen aufgezwungen werden, sondern um die reine Wirkung dessen, was wir in unser eigenes Bewusstsein hinein geben. Zuerst dürfen wir nicht vergessen, dass es das Wesen unseres Bewusstseins ist, uns auf die Erfüllung der Bilder hin zu bewegen, die wir in unser eigenes Bewusstsein zu geben entschieden haben. Wenn wir ein Ziel haben und das Bild von dessen Erfüllung in unser Bewusstsein gegeben haben, existiert die Erfüllung unseres Ziels bereits und wir bewegen uns darauf zu.

Man könnte davon sprechen, dass wir unsere Wünsche an eine höhere Intelligenz abgegeben haben. Und dabei spielt es keine Rolle, ob wir diese höhere Intelligenz als etwas außerhalb oder innerhalb von uns selbst ansehen. Die höhere Intelligenz kann uns dann in jedem einzelnen Moment Anweisungen geben. Sie teilt sie uns über das Medium der Kommunikation mit, das wir Intuition oder Instinkt nennen. Unsere Richtung kommt also von innen, innerhalb unserer selbst, indem wir das tun, was sich für uns in jedem einzelnen Moment richtig anfühlt.

Gleichzeitig scheinen uns aber auch die Ereignisse in der äußeren Welt in die gleiche Richtung zu bewegen. Dabei scheint es sich um Kräfte außerhalb unserer selbst zu handeln, die allerdings durch das Bild oder Ziel, das wir in unser eigenes Bewusstsein gegeben haben, in Gang gesetzt wurden. Wenn also bestimmte Dinge geschehen, die scheinbar durch Kräfte veranlasst werden, die sich außerhalb unseres Einflusses befinden, zugleich aber im Einklang mit einem bestimmten Schema und einer spezifischen Ordnung stehen, dann nennen wir dies karmisch. Mitunter gebrauchen wir auch den Begriff Schicksal, um die gleiche Kraft zu beschreiben, die uns auf diese Art und Weise voranbringt.

Ein Element dessen, was wir als Karma kennen, ist demzufolge diese scheinbar außerhalb von uns selbst existierende Kraft, die uns zur Erfüllung unserer Ziele hintreibt, die auch durch das, was wir in unser eigenes Bewusstsein hinein gegeben haben, in Bewegung versetzt wurde. Auf unserem Weg zu dieser Erfüllung hin gibt es zwei Variablen: unsere Handlungen und unsere Wahrnehmungen. Diese, über die wir ebenfalls entscheiden, versetzen dann Kräfte in Bewegung, die außerhalb von uns selbst zu existieren scheinen.

In Hinblick auf unsere Handlungen können wir sagen, dass das, was wir aussenden, zu uns zurückkommt. Dies ist hier nicht im Sinne einer gerechten Strafe Gottes gemeint, sondern einfach als karmischer Mechanismus und als Kommunikationsmittel. Sie sehen selbst, dass Liebe auf viele verschiedene Arten zum Ausdruck gebracht werden kann, und – wie bereits erwähnt – wird die Art und Weise, wie manche Menschen ihre Liebe ausdrücken, als Gegenteil dessen ausgelegt, was eigentlich beabsichtigt war.

Glücklicherweise gibt es ein Protokoll, das uns dabei helfen kann, unsere Sensibilität und Vorlieben gegenseitig zu verstehen. Wenn Sie möchten, dass Menschen in bestimmter Weise mit Ihnen in Beziehung treten, können Sie ihnen diese Art und Weise durch Beispiele zeigen. Senden Sie das aus, was Sie zurückbekommen möchten. Behandeln Sie Andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten und machen Sie sich klar, dass Andere Sie so behandeln, wie sie gern behandelt werden möchten.

Es ist, als ob sie sagten: „So möchte ich Liebe mir gegenüber zum Ausdruck gebracht bekommen. Wenn du Liebe mir gegenüber ausdrücken möchtest, und dich mit dieser Weise, sie zum Ausdruck zu bringen, wohl fühlst, dann fühle ich mich gut.“ Zur gleichen Zeit können die Anderen Sie bei Ihren Handlungen beobachten und diese als Demonstration dafür verstehen, wie Sie sich wünschen, dass Liebe Ihnen gegenüber ausgedrückt wird, wenn sich diese Art und Weise für die Anderen gut anfühlt.

In Bezug auf Ihre Beziehung zum Universum oder wie auch immer Sie das Zusammenspiel der Energien, die Sie außerhalb Ihrer selbst wahrnehmen, zu nennen entschieden haben, können Sie gewiss sein, dass Ihnen das Universum die Energien und Handlungen, die ursprünglich von Ihnen stammten, über Andere zurück sendet. Obwohl diese Energien zwar außerhalb Ihrer selbst wahrgenommen werden, wurden sie durch Ihre Handlungen in Bewegung versetzt. Sie bilden ein zweites Element dessen, was wir Karma nennen.

Wenn alles auf eine gerechte Strafe Gottes hindeutet, denken Sie darüber nach, was für Energien Sie nach außen gegeben haben, denn jetzt wissen Sie, wie es sich anfühlt, wenn sie zurückkommen. Statt nun weiterhin die gleiche Reihe an Wirkungen zu erzeugen, indem Sie fortfahren, die gleichen Energien nach außen zu geben, können Sie entscheiden, etwas anderes zu erschaffen, das sich besser anfühlt, wenn es zurückkommt. Wir können also sagen, dass der „Zweck“ dieses Aspekts des Karmas die Einsicht ist, und dass wir, wenn wir diese Einsicht erreicht haben, von den Wirkungen dieses Karmas frei sind.

Natürlich kehren auch die positiven Aspekte Ihrer Handlungen zu Ihnen zurück, im Sinne des Blauen und des Grünen Chakras, die dabei zusammenarbeiten. Wenn Sie sich fließend auf Ihrem Pfad entlang bewegen, Ihre Liebe Anderen gegenüber zum Ausdruck bringen und dadurch deren Bedürfnisse erfüllen, ohne dass sie sich dazu anstrengen müssten, werden Sie herausfinden, dass all Ihre Bedürfnisse ohne irgendeine Anstrengung Ihrerseits erfüllt werden und dass Ihnen Liebe von den Anderen entgegengebracht wird. Die Liebe, die Sie aussenden, kehrt also zu Ihnen zurück.

Bezüglich Ihrer Wahrnehmungen, die Karma erschaffen, geht es um die Art und Weise, in der Sie Andere zu sehen gewählt haben. Wir sind alle Schöpfer, jeder von uns eine Seele, jeder ein Bewusstsein, das unser Universum um uns herum manifestiert. Auf diese Weise sind wir alle gleich. Wir verfügen in unserem Bewusstsein alle über die gleiche Ausrüstung und auch wenn einige ihre Fähigkeiten stärker manifestiert haben als Andere, ist unser Potential doch gleich. Wir haben alle den gleichen Computer, nur haben einige entschieden, die bessere Programmierung anzunehmen.

In dieser Hinsicht können wir also, wenn Sie sich die Leistungen jener ansehen, die Sie für bemerkenswert und außerordentlich halten, davon ausgehen, dass sie Ihnen nur einen Aspekt Ihrer eigenen Fähigkeiten zeigen. Was einer kann, kann jeder. Wir sind alle gleich und in Bezug auf unsere Entwicklung bewegen wir uns alle auf das Violette Chakra zu, das für Einheit steht. Wir bewegen uns auf die Einheit zu.

Einheit existiert nicht in einer hierarchischen Struktur, sondern sie erfordert absolute Gleichheit. Damit sich ein Bewusstsein vollständig in ein anderes begeben kann, um das andere wie sich selbst mit einem Gefühl der Einheit zu erfahren, müssen beide absolut gleichwertig sein. Wenn Sie jemanden als unter- oder überlegen ansehen, ist dies eine falsche Wahrnehmung und muss im Sinne Ihrer Entwicklung und der Entwicklung Aller verändert werden.

Wenn Sie Andere als sich selbst überlegen sehen, müssen Sie dies als falsche Wahrnehmung verstehen. Diese Ihnen scheinbar überlegenen Menschen haben Sie nur auf Ihre eigenen Fähigkeiten aufmerksam gemacht und Ihnen die Werkzeuge für Ihr Wachstum gegeben, mit denen Sie Ihre selbst auferlegten Beschränkungen überwinden können. Sie haben die Fähigkeit, das zu tun, was sie getan haben, vielleicht sogar noch besser, wenn Sie das möchten.

Auch wenn Sie Andere als unterlegen betrachten, müssen Sie Ihre Wahrnehmungen verändern und anpassen. Dies können Sie zum Beispiel dadurch erreichen, dass Sie „eine Meile in deren Schuhen“ gehen. Die Kräfte, die Ereignisse in diese Richtung bewegen, kommen scheinbar von außen, wurden aber durch das, was Sie in Ihr Bewusstsein gegeben haben, in Bewegung versetzt. Diese Möglichkeit der Angleichung Ihrer Wahrnehmungen ist das dritte Element dessen, was wir als Karma kennen. Wir können also erkennen, dass sein Zweck auch Einsicht ist.

Das, was wir als Karma kennen, setzt sich also aus drei Elementen zusammen:

1. Uns auf die Erfüllung unserer Ziele hin zu bewegen

2. Die Wirkungen unserer Handlungen kehren zu uns zurück

3. Unsere Wahrnehmungen auf Gleichheit auszurichten

Wenn wir die Ereignisse in unserem Leben, die Dinge, die „uns passieren“ als Aspekte des Karmas betrachten, haben wir damit eine Möglichkeit, bestimmte Dinge zu verstehen, die vorher keinen Sinn ergeben haben. Wir können ein Schema oder eine Ordnung erkennen, und wir können die Spannungen aufgrund des Nicht- oder Falschverstehens, das vorher da war, auflösen.

Wir sehen, dass das, was wir als Karma kennen, ganz persönlich und zugleich auch ganz unpersönlich ist. Persönlich ist es in dem Sinne, dass es widerspiegelt, was wir als Individuen mit unserem individuellen Bewusstsein zu tun gewählt haben. Und unpersönlich ist es in dem Sinne, dass es für jeden auf die gleiche Weise funktioniert. Uns wird klar, dass jeder von uns die Wirkungen von vergangenem Karma erlebt und gleichzeitig neues Karma aufbaut, und manchmal ist es schwierig sie auseinander zu halten.

Da wir alle unser eigenes Karma erschaffen und leben, zeigt die Vorstellung, wir könnten das Karma eines Anderen „übernehmen“, dass das Wesen der karmischen Mechanismen nicht verstanden wurde.

Einige Heiler behaupten, dass bestimmte Symptome nicht geheilt werden könnten, weil sie karmisch seien. Diese Heiler sind einfach den Wirkungen ihrer eigenen begrenzten Ideen erlegen und tragen ihre Begrenzung in Form eines kosmischen Geheimnisses nach außen. Wir glauben, dass alles geheilt werden kann. Die Fähigkeiten, dies zu erreichen, liegen in jedem von uns.

Unserer Meinung nach sind alle Symptome insofern karmisch, dass sie die Auswirkung davon sind, was Menschen in ihrem eigenen Bewusstsein tun. Das bedeutet nicht, dass sie nicht geheilt werden könnten. Wenn es unser Karma war, krank zu sein, kann es auch unser Karma sein, geheilt zu werden, wie es bei mir der Fall war. Wenn Einsicht das Ziel von Karma ist, dann ist dies im Einklang mit unserer Beschreibung der Beziehung zwischen Körper und Bewusstsein.

Wenn wir ein Symptom entwickeln, dann existiert dieses Symptom, um uns etwas über eine Art und Weise des Seins mitzuteilen, die für uns nicht im Gleichgewicht ist. Wir tun uns selbst im wörtlichen Sinne das an, was wir im übertragenen Sinne getan haben.

Wenn wir die Botschaft unseres Körpers verstehen und die nötigen Veränderungen in unserer Art zu sein vornehmen, hat das Symptom keinen Grund mehr, da zu sein, und kann aufgelöst werden. Aus diesem Grund ist es für uns als Heiler von enormer Wichtigkeit, dass wir die inneren Gründe für die äußeren Symptome mitteilen. Dies ist ein wesentlicher Teil der Heilung.

Ebenso wichtig ist es, dass wir uns daran erinnern, dass wir in unserem Bewusstsein unbegrenzt sind und dass somit jede Idee, die uns einschränkt, ihrem Wesen nach ungültig ist. Wir haben die unbegrenzte Fähigkeit, alles zu heilen. Falls eine Idee auftaucht, die uns glauben macht, wir hätten nicht die Fähigkeit, diese wichtige spirituelle Hilfeleistung zu geben, können wir diese Idee durch eine andere ersetzen, die es uns ermöglicht, die wahrgenommene Grenze zu überwinden.

Wir wissen, dass alles geheilt werden kann.

Aus dem Buch „Das Körper-Spiegel System“ Martin Brofman – Comed Verlag

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