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Sehkraft als Metapher

Die Beziehung zwischen Sehkraft und Bewusstsein

Warum werden unsere Augen als Fenster zur Seele bezeichnet? Warum sprechen wir von der Art und Weise, die Welt zu „sehen“. Was ist die Beziehung zwischen unserer Sicht, unserem Sehvermögen und unserer Art zu sein?

Sehen ist nicht einfach nur ein physischer, auf Schärfe gerichteter Prozess. Es ist eine multidimensionale Funktion, die unseren emotionalen und mentalen Seinszustand beeinflusst und von diesem beeinflusst wird, und die mit unserer Persönlichkeit verbunden ist. Das heißt, jede Art von Sehstörung ist mit bestimmten Persönlichkeitstypen verbunden.

Alle kurzsichtigen Menschen haben in ihrer Persönlichkeit etwas gemeinsam, alle weitsichtigen Menschen teilen einen gewissen Charakterzug, und all jene mit Astigmatismus arbeiten an einer ähnlichen Problemstellung in ihrem Leben.

Alle Arten gestörten Sehvermögens stellen eine gestresste Art und Weise dar, wie eine Person auf seine Umwelt reagiert.

Manche sagen, dass Stress für jegliches emotionales und physisches Ungleichgewicht verantwortlich ist; Stress reflektiert, wie ein Individuum auf seine Umwelt in einer Weise reagiert, die nicht entspannt ist. Stress wird im physischen Körper unterschiedlich gespeichert, unter anderem in Form von Spannung in verschiedenen Muskeln.

So könne wir sagen, dass die physische Spannung im Körper eine in den Muskeln gespeicherte emotionale oder mentale Spannung ist. Spannungen in bestimmten Muskeln sind mit bestimmten emotionalen und mentalen Zuständen verbunden. Anders ausgedrückt bedeutet das, dort wo man die Spannung spürt, ist damit verbunden, warum man die Spannung spürt.

Im Fall der Sehkraft wurden verschiedene Sehstörungen mit exzessiven Spannungen in spezifischen extraokularen Muskeln (den Muskeln, die den Augapfel umgeben) und spezifischen mentalen Zuständen identifiziert. Um diesen Prozess zu verstehen, schauen wir uns an, wie es funktioniert.

Der Augapfel wird von sechs Muskeln umgeben . Wir benutzen diese Muskeln, um unsere Augen in verschiedene Richtungen zu bewegen, und lange dachte man, dass dies ihre einzige Funktion wäre. Später fand man heraus, dass diese Muskeln ungefähr hundertmal kräftiger sind als nötig, um diese Funktion zu erfüllen. Da Struktur und Funktion im menschlichen Körper miteinander korrespondieren, schien es offensichtlich, dass diese Muskeln noch eine andere Funktion haben mussten. Das tun sie.

Die extraokularen Muskeln sind, wie die Linse, auch Bestandteil des Schärfemechanismus unseres Sehapparates. Sie bewirken, dass sich der Augapfel verkürzt oder verlängert, je nachdem, was wir betrachten, was wir denken oder fühlen. Somit funktionieren die Augäpfel eher wie eine Balgenkamera mit variablem Fokus, als wie eine Tubuskamera mit fixierter Brennweite.

Vier Muskeln ziehen jeden Augapfel in die Augenhöhle und verkürzen so den Augapfel. Exzessive Spannung in diesen Muskeln, den geraden Muskeln, schaffen die Voraussetzung für Weitsichtigkeit und wird emotional als Spannung im Bewusstsein erlebt, die von dem eigenen Selbst ausgeht und auf das Image ausgerichtet ist. Dies kann als unterdrückter Ärger oder Ärger über sich selbst (Schuld) erlebt werden, oder als ein Gefühl, dass man selbst nicht so wichtig ist, wie die Anderen.

Zwei Muskeln, die schrägen Muskeln, umschließen den Augapfel wie ein Gurt, und wenn sich diese Muskeln straffen, drücken sie den Augapfel zusammen, wodurch er sich verlängert. Exzessive Spannung in diesen Muskeln ist mit Kurzsichtigkeit verbunden und wird im Bewusstsein als ein Sich-in-sich-selbst-Verstecken erlebt, als ein Rückzug nach innen, als Besorgnis, ein Wahrnehmungsfilter der Angst oder des Misstrauens und ein Gefühl, bedroht zu sein, nicht sicher, um man selbst zu sein.

Ungleiche Spannungen in verschiedenen Muskeln können die Voraussetzung für Astigmatismus schaffen, eine Verzerrung der Sicht, so dass der Augapfel aus seiner Rundheit herausgezogen wird. Das wird vom Individuum als ein Gefühl des Verlorenseins empfunden, als Unsicherheit oder Unklarheit bezüglich ihrer Werte, darüber, was sie wirklich wollen und/oder was sie wirklich fühlen. Äussere Werte wurden im Innern übernommen und zwar auf eine Weise, die für das Individuum nicht natürlich, organisch oder wahr ist. Der daraus resultierende Stress wird, sowohl im Bewusstsein, als auch in den Augenmuskeln der Person erlebt.

Sehstörungen entstehen zu einem Zeitpunkt im Leben einer Person, wenn diese wörtlich und sinnbildlich Stress in Bezug auf ihre Umwelt erlebt. Setzt sich dies über einen längeren Zeitraum oder in extremer Intensität fort, dann „erstarren“ die Augenmuskeln zeitweilig und halten so den Augapfel in einem Unschärfezustand. Wenn die Spannungen in diesen Muskeln mit Spannungen im Bewusstsein der Person einhergehen, verharrt auch das Individuum in einem bestimmten Bewusstseinszustand. Diese Augenmuskeln können sich somit entspannen und Klarheit kann wiederhergestellt werden, und zwar mit Entspannungstechniken und Hatha Yoga-Augenübungen (ähnlich dem, was Augenärzte als Mobilitätstraining bezeichnen).

Wenn der richtige Zustand der Augenmuskeln wiederhergestellt ist, können die Augäpfel ihre natürliche Form annehmen, und Klarheit kann zurückkehren. Spannungen im Körper und im Bewusstsein der Person lösen sich ebenso, und es findet eine Rückkehr zu einem leichteren, klareren und natürlicherem Seinszustand (für diese Person) statt.

Der natürliche Zustand unserer Sicht ist klar, und die Rückkehr zu Klarheit ist damit verbunden, zur Harmonie zurückzukehren und wirklich wir selbst zu sein.

Da die Sehkraft ein Metapher dafür ist, wie wir die Welt sehen, und mit der Persönlichkeit verbunden ist, kann man, wenn die Elemente der Erfahrung einer Person, die mit der Sehstörung verbunden sind, identifiziert wurden, diese loslassen und zu Klarheit zurückkehren. Anstatt uns der Wirkung von Wahrnehmungen auszuliefern, die wir als Verzerrungen erkennen, können wir entscheiden, an der Ursache zu arbeiten, sich bewusst an Wahrnehmungen auszurichten, und diese auszuwählen, die wir für uns als wirklich wahr erkennen, und die für uns in unseren Interaktionen erfolgreicher sind, d.h. einfach mehr unserem wirklichen Selbst treu zu sein.

Wenn wir die übermäßigen Spannungen in unserem Bewusstsein befreien, lösen sich die Spannungen in den Augenmuskeln, der Augapfel nimmt seine natürliche Form an, und die Klarheit kehrt zurück.

Da jede Art Sehstörung einem bestimmten Persönlichkeitstyp entspricht, spiegelt eine Veränderung der Persönlichkeit eine Veränderung der äußeren Sicht wider. Das „neue“ Wesen wird die selbe Seinsessenz haben, jedoch mit einer anderen Art, mit der Umwelt zu interagieren, ein anderer „Tanz“, ohne dem, was für das Individuum eine exzessive Spannung gewesen war. Es wird so sein, als würde das Individuum von einem sehr wirklich scheinendem Traum aufwachen, und die Dinge werden auf eine andere Art und Weise einen Sinn ergeben. Ein Wahrnehmungsfilter wird entfernt sein, ein Filter, durch den Werte bestimmt waren, und ohne diesen Filter wahre Werte zutage treten. Das „neue“ Wesen wird vielleicht sogar einen anderen Geschmack bezüglich Essen und/oder Kleidung, und andere Gewohnheiten haben; wird sich dadurch jedoch mehr als es selbst erfahren, als das Wesen, das er wirklich ist. Es wird eine willkommene Transformation sein.

Ansätze zur Sehkraftverbesserung, welche diesen Aspekt der Persönlichkeitstransformation nicht berücksichtigt haben, hatten nur begrenzten Erfolg. In Fällen, in denen die Sehkraft wiederhergestellt wurde, ist die betroffene Person durch einen Transformationsprozess gegangen und hat tatsächlich eine Rolle fallen lassen und ist ein anderes Selbst geworden, mit einer anderen Persönlichkeit, wirklicher und mit einer anderen Sicht auf die Welt. Grad und Geschwindigkeit der Verbesserung waren mit der Bereitschaft seitens des Individuums verknüpft, die Veränderungen zu akzeptieren, die neue Persönlichkeit zu akzeptieren, das neue Selbst zu werden, oder besser, zu werden und zu leben, wer sie wirklich sind.

Wenn wir uns vorstellen, dass jeder von uns von einer Energieblase umgeben ist, unserem individuellen Wahrnehmungsfilter, können wir einige Metapher sehen. Menschen, die kurzsichtig sind, sehen besser das, was nah, als das, was weiter weg ist. Sie sind mehr auf das ausgerichtet, was in der Blase ist, und weniger auf das, was außerhalb ist. Sie sind innerlich beschäftigt und schauen nicht nach draußen. Die Energie und die Richtung der Aufmerksamkeit bewegt sich nach innen, zieht sich zusammen, weg von draußen. Dinge müssen herangeholt werden, um sie klar und angenehm zu sehen . Was man selbst möchte oder fühlt, wird als wichtiger empfunden, als das, was andere möchten oder fühlen. Die Orientierung richtet sich übermässig auf das eigene Selbst. Das„Ich“ wird als wichtiger erachtet als das„Du“, und aus der individuellen Perspektive scheint das„Wir“, das „Du“ nicht im gleichen Maße einzubeziehen. Es kann ein außergewöhnliches Bedürfnis an Privatsphäre empfunden werden, ein Rückzug von der Umwelt, ein Gefühl, von der Umgebung eingeschüchtert zu werden, ein „In-sich-Verstecken“.

Der Fokus der Gedanken ist nach vorn gerichtet, mit Angst oder Unsicherheit als emotionale Erfahrung dieser Sicht. Es ist eine Beschäftigung, die das Individuum davon abhält, völlig präsent zu sein, im Hier und Jetzt. Das Ausmaß, in welchem dies erlebt wird, hängt vom individuellen Gleichgewicht ab und ist mit dem Grad an Kurzsichtigkeit verbunden. Selbstverständlich kann es verschiedene Kompensationen geben, wie Aggression, um die Einschüchterung zu minimieren, oder erzwungenen Extrovertiertheit, um das „In-sich-Verstecken“ zu kaschieren, aber wir sprechen von der Basis hinter diesen äußeren Handlungen.

Bei Weitsichtigkeit wird das, was weiter weg ist, klarer gesehen, als das, was nah ist. Weitsichtige Menschen sind stärker darauf ausgerichtet, was sich außerhalb befindet, als was sich innerhalb der Blase befindet. Energie strömt nach außen, sich ausdehnend, weg von dem, was sich innen befindet. Dinge müssen weiter weg gehalten werden, um klar und bequem gesehen zu werden. Was andere wollen oder fühlen, wird als wichtiger erachtet als eigene Wünsche und Gefühle. Die eigene Orientierung richtet sich auf andere, in einem Übermaß für diese Person. Das„Du“ wird als wichtiger erachtet als das„Ich“, und aus der individuellen Perspektive scheint das„Wir“, das „Ich“ nicht im gleichen Maße einzubeziehen. Während eine kurzsichtige Person sich bereitwillig und leicht zurückzieht, hat eine weitsichtige Person Schwierigkeiten, dies zu tun, da ihre Aufmerksamkeit fortwährend nach draußen gerichtet ist. Die Person spürt mehr Interesse am Leben anderer und vermeidet es, auf ihr eigenes zu schauen. Sie betont das eigene Image und identifiziert sich mit diesem, dieses Bild wird wichtiger für die Person als das, was sie wirklich ist. Das Gefühl von Ärger, welches die Person erlebt, wird unterdrückt, um andere nicht zu verletzen. Der gedankliche Fokus liegt auf der Vergangenheit und geht einher mit Ärger, Selbst-Rechtfertigung oder einem Gefühl, nicht das Richtige getan zu haben. Es ist eine Beschäftigung, die das Individuum davon abhält, völlig präsent zu sein. Wiederum hängt der Grad, zu dem dies stimmt, von dem individuellen Gleichgewicht und dem Ausmaß der Weitsichtigkeit ab, und es kann ein äußeres Kompensationsverhalten vorliegen, wie zum Beispiel übertriebene Güte, um Schuld zu verbergen, oder extreme Freundlichkeit, um Ärger zu verstecken.

Bei Astigmatismus ist die Blase verzerrt, und es wird Unsicherheit bezüglich der eigenen Wünsche und Gefühle erlebt, je nachdem, ob das rechte, oder das linke Auge, oder beide Augen betroffen sind.

Metaphysisch gesehen, repräsentiert das rechte Auge (das Willensauge), klar zu sehen, was man will, und das linke Auge (Das Geistauge) repräsentiert, klar zu sehen, was man fühlt. Bei Linkshändern ist dies genau umgekehrt. Eine Person mit Astigmatismus weiss oder fühlt, was für sie wahr ist, erachtet es jedoch als unangemessen und ändert es, und glaubt dann an die vorgetäuschte Änderung, wodurch sie nicht mehr klar sieht, was sie wirklich wollte oder fühlte. Der Fokus liegt mehr darauf, was gewollt oder gefühlt werden „sollte“, als darauf, was für diese Person wahr ist, und sie erlebt ein Gefühl der Unklarheit darüber, wer sie wirklich ist. Wer wären sie, wenn sie aufhören würden, jemanden vorzutäuschen, der sie nicht sind?

Kombinationen von Sehkraftstörungen sind verbunden mit Kombinationen von den eben genannten Eigenschaften. Astigmatismus kann in Kombination mit entweder Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit erfahren werden. Selbstverständlich können diese Eigenschaften auch von Personen ohne Sehkraftstörung erlebt werden, aber bei den Individuen mit Sehstörung sind die erwähnten Persönlichkeitsmerkmale besonders stark ausgeprägt.

Kurzsichtigkeit heißt, das klarer zu sehen, was nah ist. Weitsichtigkeit heißt, das klarer zu sehen, was fern ist. Obwohl in einigen seltenen Fällen ein Auge kurzsichtig und das andere weitsichtig sein kann, können beide Zustände nicht in ein und demselben Auge auftreten. Wenn eine Person weder in der Nähe noch in der Ferne sieht, handelt es sich um einen Zustand von Starrheit des Anpassungsmechanismus, der eine Starrheit im Bewusstsein reflektiert, und Entspannungstechniken und Augenübungen können die Flexibilität wiederherstellen. Als Resultat wird das Individuum auch größere Flexibilität in ihren mentalen Prozessen bemerken.

Wir sind Energiewesen, und Energie wird von unserem Bewusstsein gelenkt. Schließlich haben wir die Fähigkeit, die Richtung des Energieflusses je nach Situation zu wählen, zu entscheiden, sich nicht von vergangenen Verhaltensmustern oder Wahrnehmungen leiten zu lassen, stattdessen jene Wahrnehmungen zu ändern, die wir als wenig akkurat oder optimal erkennen, mit der Bereitschaft, die Dinge so zu sehen, wie sie sind, anstatt durch einen Verzerrungsfilter.

Der Energiefluss zwischen dem Inneren und dem Äußeren der Blase kann verändert werden, genauso wie die Beschaffenheit der Blase selbst, die letztlich den Wahrnehmungsfilter darstellt, durch den wir unsere Umwelt wahrnehmen. Ein „festgeklemmter“ Filter macht uns anfällig für bestimmte Interaktions- und Wahrnehmungsmuster. Er ist wie ein selektiver Filter, der nur die Wahrnehmungen durchlässt, die mit den Grundsätzen übereinstimmen, welche wir gewählt oder akzeptiert haben, und der alle anderen ignoriert oder mit Vorbehalt aufnimmt. Da wir auf der Grundlage der Informationen agieren, die durch uns hindurchgehen, sind wir geneigt, auf unsere Umwelt in einer festgelegten Art zu reagieren. Die Selektivität der Linse ist kein Problem, es ist jedoch die verzerrende Eigenschaft des emotionalen Filters, die losgelassen werden muss.

Wenn wir klar und zentriert sind, ist die Blase klar, und somit auch unsere Interaktionen. Wenn wir uns mitten in einer starken Emotion befinden, sind wir nicht zentriert, und unsere Wahrnehmungen ändern sich. Situationen sehen anders aus, und daher reagieren wir auch anders. Die Blase ist durch emotionale Strömungen verzerrt. Wenn starke Emotionen, wie Zorn, Angst, Verwirrung etc. unterdrückt werden, wie es für die der Fall ist, die eine Sehstörung haben, ist die Blase ebenfalls verzerrt, aber die Verzerrung wird nicht erkannt. Die Person hat sich mit der verzerrten Sicht identifiziert, und glaubt, das es die Wahrheit und ihr wahres Selbst darstellt. Sie sind nicht der sie wirklich sind, sondern nur der, den sie zu sein scheinen, wenn der verzerrende Filter funktioniert. Sie kann den verzerrenden Aspekt der Linse und die entsprechenden Wahrnehmungen loslassen und zu ihrem klaren Selbst zurückkehren.

Kurzsichtige Menschen können die Energie nach draußen richten, indem sie immer bereit sind sichtbar zu sein und darauf zu vertrauen, dass es gut so ist. In einer gegebenen Situation oder Interaktion, können sie sich selbst sehen, wie andere sie sehen, das heisst, sich selbst mit den Augen der anderen Person zu sehen, so dass sie nicht nur den Blick von drinnen nach draußen haben, sondern auch von außen nach innen. Dies wird ihnen die Möglichkeit geben, aus sich herauszugehen und die Dinge von einer anderen Perspektive zu sehen und ihre Interaktionen mit den so gewonnenen, zusätzlichen Informationen zu optimieren.

Es ist gleichfalls wichtig, die andere Person so zu behandeln, wie sie selbst behandelt werden möchten, wenn sie an der Stelle der anderen Person wären. Es ist nicht nötig, mit der Wahrnehmung der anderen Person von ihnen übereinzustimmen, aber bereit zu sein, zu sehen, dass sie so gesehen werden, und dass die Wahrnehmungen der anderen Person für sie genauso wichtig ist, wie die eigene. Schließlich kann es sehr sinnvoll sein, die Wahrnehmungen der anderen Person zu kennen.

Die Idee ist, sich nicht von der Umgebung bedroht oder eingeschüchtert zu fühlen, in der sich der Einzelne befindet, sondern sich stattdessen mehr darauf zu konzentrieren, sie selbst sein zu lassen und darauf zu vertrauen, dass, wenn sie tun, was sie wirklich tun wollen und sie selbst sind, immer etwas wunderbares geschieht. Genauso wie der Prozess für sie selbst so wichtig ist, ist es notwendig, anzuerkennen, dass der gleiche Prozess für die Menschen um sie herum wichtig ist, und dass es jedem einfach besser geht, wenn man man selbst ist.

Aus der Perspektive einer kurzsichtigen Person, kann das „Wir“ wirklich das „Du“ im gleichen Maße wie das „Ich“ einschließen, und somit wird das„Ich“ genauso wichtig.

Weitsichtige Menschen können ihre Energie mehr nach innen richten, indem sie sich selbst die selbe Beachtung schenken, wie anderen. Die Idee besteht nicht darin, aufzuhören, andere zu berücksichtigen, sondern darin, auch sich selbst Beachtung zu schenken. Es kann ein bewusster Prozess sein, sich selbst zu erlauben, ohne Schuld anzunehmen – nicht zu nehmen, sondern zu empfangen – und Wünsche und Gefühle auszudrücken, und sich selbst einfach zu erlauben zu bekommen. Wenn man empfängt, ist es nicht notwendig zu erwidern oder abzulehnen, sondern einfach „Danke“ zu sagen und bedingungslos zu akzeptieren. Das heisst, sich darauf auszurichten, nicht nur Dinge, sondern auch Ideen anzunehmen. So auch zu spüren, wie Dinge, Ideen und Menschen auf Abstand gehalten wurden, und ihnen zu erlauben, näher zu kommen. So können sie sich stärker auf ihr wahres Selbst ausrichten, als auf ihr Image. Das Image ist wichtig, aber das Wesen darf nicht übersehen werden. Die äußere Erscheinung ist nicht wichtiger, als die wahre Empfindung, und Menschen schätzen ehrliche Gefühle.

Die Beachtung muss auch das Selbst umfassen. Die Liebe auszudrücken, muss kein Opfer bedeuten. Es ist nicht notwendig, aus dir herauszutreten, um geliebt und respektiert zu werden. Die Rolle kann Spaß machen, aber erinnere Dich an das Selbst, das sie spielt, die Person innen drin. Aus der Perspektive einer weitsichtigen Person kann das „Wir“ das „Ich“ im gleichen Maß einschließen wie das „Du“, und das „Ich“ kann als ein anderes „Du“ gesehen werden, genauso autonom und wichtig für sich selbst.

Menschen mit Astigmatismus können sich dann und wann im Laufe des Tages fragen „Was möchte ich jetzt wirklich? Was fühle ich jetzt? Was ist wahr für mich? Was ist wirklich für mich? Wenn ich aufhöre, der sein zu wollen, der ich nicht bin, wer wäre ich dann? Wenn ich aufhöre, nach den Maßstäben anderer zu leben, wer wäre ich? Wenn ich aufhöre, die Person vorzutäuschen, die ich spiele, was würde ich anders machen?“ Vielleicht hattest du den Eindruck gehabt, in bzw. von der Umgebung, in der du dich befindet, nicht als die Person, die du wirklich bist, akzeptiert zu werden. Finde dann heraus, ob das Gefühl wirklich stimmt, indem Du die Rolle unterbrichst, und einfach Du selbst bist. Du wirst entweder entdecken, dass das Gefühl einer falschen Wahrnehmung unterlag und die Rolle unnötig war, oder das Gefühl bestätigt sich und Du kannst Dich in eine Umgebung bewegen, in der Du Du selbst sein kannst und akzeptiert wirst. So oder so, die Wirkung wäre, dass Du Dich wohler dabei fühlst, du selbst zu sein.

Es gibt für jeden von uns einen Platz in der Gesellschaft, und wenn wir wir selbst sind, gibt es einen Platz, wo wir hingehören, wo wir nicht nur akzeptiert, sondern auch geschätzt werden für den der wir sind. Wir müssen nicht so tun, als ob wir nicht sehen, was wahr für uns ist. Wir können uns alle erlauben, mehr und mehr wirklich wir selbst zu sein und authentischer.

Mit Bestimmtheit und der Bereitschaft, Wahrnehmungen und die entsprechenden Realitäten zu verändern, kann jeder seine Sicht der Welt, sowohl wörtlich, als auch sinnbildlich transformieren und zu dem natürlichen Zustand von klarer Sicht zurückkehren.

Affirmationen, die Du benutzen kannst. (Wähle eine jeden Tag und wiederhole Sie für Dich an diesem Tag. Lese die Liste dann und wann für Dich durch.)

1. Meine Sicht verbessert sich jetzt.

2. Ich wähle Klarheit.

3. Ich weiß, was Klarheit ist und erfahre es mehr und mehr jeden Tag.

4. Ich erinnere mich an Klarheit und kehre zur Klarheit zurück.

5. Ich spüre, dass ich klarer sehe jeden Tag.

6. Ich weiß, ich kann jetzt klar sehen.

7. Ich weiß, dass mich meine Erfahrungen zu klarerer Sicht führen.

8. Ich akzeptiere neue Wege zu denken und zu sehen, welche klarer für mich sind.

9. Akzeptanz und Liebe führen zu Klarheit.

10. Ich akzeptiere, was ich sehe und sehe klarer.

11. Es ist leichter und leichter, klar zu sehen.

12. Ich lasse mich selbst wahrhaftig sein und beobachte, wie sich meine Sicht klärt.

13. Es ist immer angenehmer, ich selbst zu sein und klar zu sehen.

14. Mein Geist erweitert sich und führt mir alle Informationen zu Bewusstsein, die ich brauche, um klare Sicht zu erfahren.

15. Ich kann heute klare Sicht haben. Ich kann heute klar sehen.

16. Jeden Tag, in jeder Hinsicht, geht es mir besser und besser.

17. Ich sehe klarer, wenn ich entspannt und zentriert bin.

18. Ich sehe klar, wenn ich im Hier und Jetzt bin.

19. Klarheit existiert hier und jetzt.

20. Klarheit ist mein natürlicher Zustand.

21. Klarheit ist, was wahr für mich ist.

22. Ich erfreue mich daran, klar zu sehen.

23. Ich sehe, dass alles perfekt läuft.

24. Ich liebe es, klar zu sehen.

25. Klarheit ist Freiheit, und wahrhaftig zu sein.

26. Ich sehe jetzt klarer.

27. Ich sehe klarer als zuvor.

28. Heute wähle ich, die Liebe zu sehen.

29. Immer, wenn ich das tue, was ich wirklich tun möchte, geschieht etwas Wunderbares.

30. Ich vertraue darauf, wahrhaftig zu sein und sehe klarer.

31. Ich sehe die Klarheit kommen.

32. Ich spüre heute klare Sicht.

33. So, wie ich mein Leben kläre, klärt sich meine Sicht.

34. Mein Sicht wird jetzt klarer.

35. Ich bin frei!

36. Meine Sicht wird immer klarer, so wie ich mich an meinen neuen Bewusstseinszustand anpasse.

37. Statt Probleme, sehe ich Lösungen. Ich sehe, wie Dinge funktionieren können.

38. Meine Sicht zu klären, ist leichter als ich dachte.

39. Ich weiß, ich kann klar ohne Brille sehen.

40. Ich stimme diesen Aussagen zu.

41. Affirmationen funktionieren immer!

© Copyright Martin Brofman 1990

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