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Chakra-Heilungsmeditation
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Wir sind alle Heiler

von Martin Brofman

Wir definieren Heilung als „Rückkehr zu der Erfahrung des Gleichgewichts (Harmonie) und Wohlempfindens“. Wenn ein Mensch einen anderen Menschen heilt, hilft er ihm dabei, zur Erfahrung von Gleichgewicht zurück zu kehren. Menschen, die sich selbst heilen oder mit Selbstheilung zu tun haben, bringen sich selbst zu der Erfahrung des Wohlempfindens zurück.

Mit dem Wort Heilung beschreiben wir den Prozess, der das Subjekt oder die Person, die die Heilung erhält, zu Wohlempfinden zurückführen soll. So bezeichnen wir außerdem auch das Endresultat, wenn der Prozess erfolgreich ist. Dann sagen wir, diese Person hat eine Heilung erhalten und ist geheilt.

Dabei kann der Erfolg einer Heilung teilweise oder ganz sein. Wenn sie teilweise erfolgreich war, dann erfährt die Person eine Verbesserung und wir sprechen davon, dass diese Person eine Heilung mit Teilresultaten (vorerst) erfahren hat. Wenn der Erfolg einer Heilung umfassend ist, dann sagen wir, dass die Person geheilt ist.

Ein Heiler ist ein Mensch, der am Prozess der Heilung in der Absicht teilnimmt, dem Subjekt dabei zu helfen, zu der Erfahrung des Wohlbefindens zurück zu kehren. Wir bezeichnen so auch Menschen, die in der Vergangenheit in dieser Rolle erfolgreich waren. Da nur Heiler heilen können, muss jeder, der eine Heilung mit Erfolg durchgeführt hat, ein Heiler sein.

Dies impliziert, dass die Menschen, die wir Heiler nennen, die Fähigkeit haben, erfolgreiche Ergebnisse mit dem Prozess zu erzielen. Wir sind davon überzeugt, dass diese Fähigkeit jedem Menschen angeboren ist und er nur lernen muss, wie er diese bereits vorhandenen Werkzeuge einsetzen kann. Insofern glauben wir, dass wir alle Heiler sind, entweder latent oder praktizierend.

Ebenso wie in der Medizin gibt es keine Garantie für das Ergebnis einer Heilung. Wenn der Prozess jedoch erfolgreich ist, dann liegt dies an einer bestimmten Kombination von Bedingungen, die erfüllt wurden und die näher bestimmt werden können. Dazu gehören: der Grad der Fähigkeit des Heilers, die vorhandenen Werkzeuge zu nutzen; der Grad an Offenheit für die Heilung, sowie für den notwendig damit einhergehenden Transformationsprozess bei der Person, die die Heilung braucht; als auch die Dynamik der Interaktion zwischen dem Heiler und dem Subjekt der Heilung.

Es liegt auf der Hand, dass Heilungen auf verschiedenen Ebenen möglich sind, wie körperliche, mentale, emotionale und spirituelle Heilungen. Ebenso gibt es viele verschiedene Arten von Heilern. Manche Heiler arbeiten mit göttlicher Energie und empfinden sich selbst nur als Kanäle für die von Gott ausgeführte Arbeit. Andere arbeiten eher mit dem Gefühl, als Person in die Heilung involviert zu sein, und empfinden, dass sie es sind, die etwas tun, und vielleicht glauben sie nicht einmal an Gott. Was zählt ist, dass Menschen geheilt werden.

Es gibt keinen Grund für einen Menschen, weiterhin zu leiden, wenn Hilfe verfügbar ist und wenn diese als humanitäre Geste frei angeboten wird von jemandem mit anderen Überzeugungen und mit den passenden Werkzeugen und Fähigkeiten.

Manche Heiler sind der Überzeugung, dass sie die Reinheit ihres Vehikels, ihres Körpers erhalten müssen, da die heilende Energie durch ihn hindurchfließt. Andere wiederum glauben, dass die heilende Liebe von sich aus rein ist und es deshalb keine Rolle spielt, mit welchem Treibstoff sie funktionieren oder in welchem Zustand sich das Vehikel befindet. Manche Heiler essen Fleisch, andere sind Vegetarier. Bei einigen schamanischen Techniken werden Drogen eingesetzt, andere Heiler meiden sie. Manche Heiler nutzen Substanzen, wie Kräuter oder verschiedenste Arten von Medikamenten, andere wiederum arbeiten ausschließlich mit der Kraft des Bewusstseins. Es ist eine Wohltat mit einigen Heilern zusammen zu sein, Andere hält man lieber auf Abstand. Was sie jedoch alle gemein haben, ist ihre Fähigkeit, einem anderen Wesen dabei zu helfen, zu der Erfahrung der Ganzheit zurück zu kehren. Sie alle dienen der Gemeinschaft, die sie umgibt, indem sie etwas tun, das den Mitgliedern dieser Gemeinschaft hilft.

Wenn man all das bedenkt, wird deutlich, dass Sie nicht Ihre gesamte Lebensweise verändern müssen, um sich der Gemeinschaft der Heiler anzuschließen. Die wichtigste Regel ist, dass Sie Sie selbst sind und das tun, was am besten für Sie funktioniert, selbst wenn alle Menschen in Ihrer Umgebung es anders machen.

Ihre persönlichen Gewohnheiten spielen dabei keine Rolle. Es ist egal, was für Ess- oder Sexgewohnheiten Sie haben oder über welche sozialen Kompetenzen Sie verfügen. Ihr Wert für die Gemeinschaft ist Ihre Fähigkeit, Andere zu heilen.

Wenn Sie damit erfolgreich sind, dann sind Sie ein Heiler. Und das ist etwas, was Ihnen nicht genommen oder durch andere Menschen, mit was für begrenzten Vorstellungen auch immer, abgewertet werden kann.

Wenn Sie als Heiler tätig sind, gehören Sie einer Gemeinschaft von Heilern an, die in allen Bevölkerungsgruppen vertreten und jeweils an das entsprechende Umfeld angepasst ist. Es gibt in jedem Bereich der Gesellschaft Heiler, überall da wo Heilung nötig ist. Und bis jetzt ist kein Teil der Gesellschaft davon ausgenommen. Selbst Heiler brauchen manchmal Heilung.

Manche Heiler arbeiten im wissenschaftlichen Bereich, andere im spirituellen Bereich, im Militär und in der Politik. Heiler trifft man sowohl in den angesehenen, gesellschaftlich akzeptierten Kreisen als auch in Sub- oder Gegenkulturen an.

Die Fähigkeit, ein Werkzeug-Set effektiv dazu zu nutzen, Andere zu heilen, bedeutet jedoch nicht, dass man von Natur aus überlegen oder besser als Andere ist. So wie jemand, der lesen kann, Anderen nicht überlegen oder besser als sie ist. Beides sind wertvolle Fähigkeiten, die jeder erlernen kann und die schon Kindern beigebracht werden. Warum sollten wir uns also etwas auf unsere Fähigkeit, Werkzeuge zu nutzen, einbilden, wenn diese von sechsjährigen Kindern erlernt werden kann?

Die Werkzeuge, die wir innerhalb des Körper-Spiegel-Systems der Heilung nutzen, beinhalten Energie zu spüren, zu lenken und den Körper als Karte des Bewusstseins zu lesen, um die inneren Ursachen des Symptoms zu verstehen. Damit können die Spannungen die die inneren Ursachen repräsentieren, losgelassen werden, genauso wie die Symptome dieser Spannungen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass wir mit dem Bewusstsein der betroffenen Person arbeiten, da wir wissen, dass alle Symptome dort ihren Ursprung haben.

Es ist wahr, dass sich Symptome auf der physischen Ebene von Ursache und Wirkung manifestieren, aber es ist wichtig zu begreifen, dass dies nur geschieht, wenn die Bedingungen für das Symptom im Bewusstsein der Person existieren.

Unser natürlicher Zustand ist Gleichgewicht, Gesundheit und Ganzheit. Wenn im Bewusstsein der Person bezüglich irgendeines Themas Spannungen vorhanden sind, dann ist die Person nicht mehr im natürlichen Zustand des Gleichgewichts. Wenn diese Spannung eine gewisse Intensität erreicht, dann manifestiert sie sich auf der physischen Ebene als Symptom. Die Symptome sprechen eine bestimmte Sprache, die die Idee widerspiegeln, dass wir alle unsere Realität erschaffen. Wenn wir es von diesem Blickwinkel aus beschreiben, dann wird der metaphorische Aspekt von Symptomen erkennbar.

Wenn zum Beispiel ein Symptom dazu führt, nicht laufen zu können, dann können wir sagen, dass die Person sich selbst daran hindert, aus einer Situation, in der sie nicht glücklich ist, fort zu gehen. Wenn sie Schwierigkeiten mit der Sehkraft hat, dann können wir sagen, dass es etwas gibt, was diese Person nicht sehen oder sich nicht genauer ansehen möchte. Der Körper der Person sagt „Das hast du dir bisher angetan.”

Diese Dynamik verstehen wir als menschliches Führungssystem. Die erste Ebene der Kommunikation mit unserem höheren Selbst ist die Intuition. Wenn wir nicht auf diese Ebene hören, dann bekommen wir die deutlichere Botschaft in unseren Emotionen, spüren mehr und mehr Widerstände auf emotionaler Ebene, wenn wir uns in eine Richtung bewegen, die für uns nicht gut ist, und die sich als Widerstände auf unserem Weg widerspiegeln. Wenn wir immer noch nicht darauf hören, dann werden wir zu einer Erfahrung geführt, die ein Symptom auf physischer Ebene erschafft, damit wir verstehen, was in unserem Bewusstsein im Hinblick auf etwas in unserem Leben geschehen ist.

Wenn ein Symptom existiert und wir etwas verändern, dann hat das Symptom keinen Grund mehr, da zu sein, und es kann in dem Maße, wie sehr wir uns zu glauben erlauben, dass es möglich ist, aufgelöst werden.

Die Heilung geschieht, wenn die Spannungen, die inneren Ursachen auf der Ebene des Bewusstseins der betreffenden Person aufgelöst sind. Dies können wir mit allen Mitteln erreichen, die wir als Werkzeuge der Heilung verstehen, oder durch Energiearbeit oder tatsächlich durch alles, was dazu führt, dass sich im Bewusstsein der betroffenen Person ein Wandel vollzieht. So kann selbst ein einfaches Gespräch als Heilung betrachtet werden, wenn es diese Wirkung hat.

Jeder kann die Anwendung der Werkzeuge, die wir nutzen, erlernen.

Jeder, der sich genügend um einen Anderen sorgt, kann durch ein Gespräch eine heilende Veränderung in dessen Bewusstsein auslösen, vielleicht sogar sein Leben retten, wenn das Gespräch ihm eine neuen Grund gibt, sich dem Leben zu stellen.

Jeder kann heilen.

Demnach sind wir alle Heiler und wir glauben, dass alles geheilt werden kann.

© 2010 Martin Brofman

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